Donnerstag, 25. Mai 2017

Projekt Wasserwoche 2017 - gesponsert von Gerolsteiner




Es klingelte an der Tür. DHL? Super! Ich erwartete eigentlich ein Paket mit einem Geburtstagsgeschenk. Allerdings brachte mir der nette Mensch ein anderes Paket, mit dem ich schon gar nicht mehr gerechnet habe. Erst dachte ich, das große schwere Paket wäre für meine Nachbarin, da ich eines für sie annehmen sollte. Ich ärgerte mich schon: Warum bekommt sie ein Paket zur Gerolsteiner Wasserwoche und ich nicht? Das Paket war recht unhandlich, aber sehr schön gestaltet und man bot mir an, es anstatt es in den fünften Stock zu tragen, das Paket gleich in den Keller zu stellen. Ich dachte mir nichts weiter dabei und schloss dem DHL-Menschen den Keller auf. Erst dann sah ich das erste Mal richtig auf das Etikett. Auf dem Wasserpaket stand mein Name drauf. Komisch ... Es ist noch keine Email von Gerolsteiner gekommen. Da war wohl DHL schneller gewesen. Ein Mineralwasservorrat von Gerolsteiner der Sorte Naturell für eine ganze Woche. Cool. Ich hatte noch nie was gewonnen... Aber ....

Quelle Bild rechts: pixabay

Was ist das Projekt Wasserwoche überhaupt?

Das Projekt wurde von Gerolsteiner ins Leben gerufen. Jedes Jahr gibt es eine Woche, in der interessierte Menschen aufgerufen werden eine Woche lang nur Mineralwasser zu trinken, eine paar Dinge in ihrer Lebensweise zu überdenken und sich viel zu bewegen. "7 Tage, 1 Erlebnis" – so lautete das Motto für das Projekt: Wasserwoche.
  • jeden Tag eine Woche lang mindestens 2 L Mineralwasser trinken
  • Kräuter- und Früchtetees sind erlaubt, sowie Säfte und Smoothies, da diese als Nachrungsmittel gelten
  • auf eine ausgewogene Ernährung achten
  • genügend Bewegung
  • innere Balance finden

Das Ziel ist ein genussvoller und gesunder Lifestyle, um somit zu neuer Inspiration und Energie zu finden. Gemeinschaft wird bei Gerolsteiner großgeschrieben, deswegen sollen sich in den sozialen Netzwerken Menschen zusammenfinden, die am Projekt mitmachen, das gleiche Ziel haben und sich gegenseitig motivieren - unabhängig davon, ob sie nun einen Wasservorrat gewonnen haben oder nicht.
Das Projekt Wasserwoche ist ein Projekt für die Gesundheit ohne strenge Regeln und ohne Verzicht. Man solle einfach darauf achten, was und vor allem wie viel man davon isst. Es ist eine Möglichkeit im hektischen Alltag sich eine Auszeit zu nehmen und einen genaueren Blick auf seinen Körper zu werfen. Wie schön ist es doch, sich in seinem eigenen Körper wohl zu fühlen. Denn wie Gerolsteiner es so treffend ausdrückte: "Hand aufs Herz: sobald es stressig wird, vergessen wir als erstes uns selbst." Dem kann ich nur zustimmen. Unsere Zeit ist kostbar und wenn wir unter unzähligen To-Dos begraben werden, bleibt kaum Zeit mal in uns hinein zu lauschen. Was wollen wir? Wie viel Energie habe ich überhaupt noch zur Verfügung? Kann ich mich trotz Stress gut entspannen? Während der Wasserwoche sollte man sich die Zeit nehmen, um über solche Fragen nachzudenken.

Was habe ich mir für die Woche vorgenommen?

1) eine Woche lang auf meine heißgeliebte Cola verzichten
Ja, ich trinke sehr gerne Cola. Ich mag es einfach, keine Ahnung warum. Da ich keinen Kaffee trinke, muss das Koffein ja irgendwo her kommen. ;) Dabei trinke ich keineswegs 2 L Cola am Tag. Ich denke auf 0,5 L Cola kommen mind. 2 L Wasser und Tee. Denn schon vor der Wasserwoche habe ich schon sehr viel Wasser getrunken. Mein Ziel war es also meinen Colakonsum weiter einzuschränken bzw. ganz auf ihn zu verzichten und die Cola vielleicht durch Grünen Tee zu ersetzen.

2. Weniger Süßkram und mehr Offenheit für neue Rezepte
Ich bin eine Süße... Schokolade, ein paar Gummitierchen oder Kekse - irgendetwas davon habe ich immer im Haus. Ganz verzichten wollte ich darauf nicht, aber ich wollte einfach mal schauen, was ich zusätzlich für gesunde Rezepte probieren kann. Mein Ziel war es nicht abzunehmen. Ich wollte einfach herausfinden, was ich tun kann, um ein gewisses Gleichgewicht in meine Ernährung zu bringen.

3. Konsequent mehr Bewegung und Entspannung
Quelle: pixabay

Bewegung habe ich zwar auf Arbeit genug, aber die ist nur bedingt gesund. Gerade das schwere Heben ist nicht gut für den Rücken. Daher brauchte ich eine Bewegung, die das ein wenig ausgleicht. Bei uns in der Uni werden Yoga-Kurse angeboten. Dieses Semester habe ich mich für Rücken- und Vinyasa-Yoga entschieden. Bewegung und Entspannung in einem. Praktisch, nicht wahr? Dazu hatte ich mir schon vor der Wasserwoche eine Meditationsapp zugelegt. Ich bin sehr begeistert und kann 7mind jedem empfehlen, der das mal ausprobieren möchte. Es gibt einen kostenlosen Einsteigerkurs. Eine sehr angenehme Stimme leitet einen durch die verschiedenen Übungen. Dazu kommen Meditationen, die man selber gestalten kann. Weitere Kurse können optional dazu gebucht werden, z.B. zum Thema Gesundheit oder Gelassenheit. Diese App wollte ich nun während der Wasserwoche intensiv nutzen.

Wasserwoche rum - und nun?

Ich hatte mir drei Punkte für die Woche vorgenommen, von denen ich glaubte sie in meiner momentanen Lebenssituation auch durchhalten zu können. Hab ich es geschafft? Jain! Es ist unheimlich schwer bei einem unregelmäßigen Tagesverlauf eine Konstante zu finden, die es mir ermöglicht, all meine Vorhaben auch umzusetzen. Ich habe an drei Tagen die Woche einen Arbeitsbeginn um 7 Uhr. Da bleibt früh kaum Zeit für ein ausgewogenes Frühstück. Wenn ich Pech habe, komme ich dann auch erst Mittags dazu etwas Anständiges zu essen. Wogegen es mir an den arbeitsfreien Tage leichter fiel mir ein schönes Frühstück zu zaubern.
Zudem schreibe ich gerade meine Masterarbeit, d. h. ich verbringe viel Zeit im Sitzen vor dem PC. Ich habe natürlich brav Yoga gemacht. Das brauchte ich dann auch als Ausgleich. Jedoch war mir die Masterarbeit dann bei anderen Sachen wichtiger: wie z. B. beim Essen. Da habe ich dann keine Muse ausgiebig zu kochen und doch lieber zum Keks oder zur Puffreiswaffel gegriffen, als zu Obst und Gemüse. Das sollen alles keine Ausreden sein, jedoch glaube ich einfach, dass es jemanden in einem festen Leben, der angekommen ist und einen geregelten Tagesablauf hat, leichter fällt seine Vorhaben durchzuziehen und in den Tagesrhythmus einzupassen. Es passiert momentan sehr viel in meinem Leben, dass ich sehr viele Kräfte, Nerven und Konzentration darauf verwenden muss und möchte. Ich beende mit der Masterarbeit mein Studium. Ich muss mir also Gedanken um meine Zukunft machen, mich auf Jobsuche begeben und nebenbei gucken, dass das Geld zum Leben reicht. Letzten Mittwoch hatte ich zudem ein Vorstellungsgespräch in einer anderen Stadt. Da ging dann ein ganzer Tag drauf, da ich rund 4 Stunden auf Deutschlands Straßen verbrachte. Ich hatte natürlich immer mein Mineralwasser dabei, aber trotzdem kein guter Ort zum Entspannen oder sich neue Rezepte auszudenken. Ich bin da auch ehrlich und sehr realistisch. Ab einem gewissen Punkt war ich dann frustriert, dass das so für mich nicht funktionierte, dass mein Körper dann einfach nach einer Cola oder nach der Schokolade verlangt hat.



Trotzdem habe ich neue Sachen ausprobiert. Der Favorit von mir und meinen Eltern waren Gemüsenudeln. Erst haben wir Möhren- und Zucchininudeln mit normalen Nudeln gemischt und eine Bolognesesoße dazu gemacht, aber man kann auch gut auf die Getreidenudeln verzichten. :D Gemüsenudeln werde ich jetzt häufiger machen. Vielleicht mal mit einem schönen Pesto...

Was habe ich erreicht?

Contra
  • Ich habe es nicht geschafft eine Woche lang konsequent auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Dazu fehlte mir einfach die Muße
  • Ich habe es nicht geschafft komplett auf Cola zu verzichten
  • Ich habe es nicht geschafft jeden Tag mindestens 10.000 Schritte zu gehen
  • Ich hatte den Fehler gemacht, mir keinen genauen Rezeptplan für die Woche zurechtzulegen. Ich hatte ungefhr im Kopf, was ich essen wollte und habe danach eingekauft. Was dann spontan daraus wurde, entschied ich jeden Tag separat. So blieb leider auch immer etwas liegen.

Pro
  • 2 L Mineralwasser am Tag? Kein Problem für mich, solange es stilles Wasser ist.
  • Yoga als sportliche Aktivität ist richtig gut für mich. Bin ich körperlich angeschlagen oder nicht gut drauf ist das nach dem Yoga immer besser. Ich bin begeistert.
  • Regelmäßige Entspannung durch Meditation ist schön, vor allem auf dem Balkon in der Sonne.
  • Neue Rezepte habe ich auch ausprobiert. Vor allem Gemüsenudeln sind schnell gemacht und gut für eine Person portionierbar.

Na so schlecht sieht das doch garnicht aus. Kommt zu dem Mineralwasser noch der Tee hinzu, den ich getrunken habe, komme ich locker auf 3 L am Tag. Na da darf man sich doch auch mal ein Glas Cola am Wochenende bei den liebsten Eltern gönnen. ;) Ich glaube ich muss auch kein schlechtes Gewissen haben. Ich habe regelmäßig Gemüse und Obst gegessen, mich bewegt und meinem Körper in der Wanne oder durch eine Gesichtsmaske etwas gutes gegönnt.

Was nehme ich mit?

Ich werde definitiv weiter viel Wasser trinken. Das tut gut und gerade wenn es so warm ist, ist das eine Wohltat. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich, je mehr Wasser ich getrunken habe, weniger Heißhunger hatte - im allgemeinen weniger gegessen habe. Ich nehme tolle Rezepte mit, die ich jetzt öfter machen werde. Meinen Verlobten werde ich von den Gemüsespaghetti auch überzeugen. ;) Mit ihm gemeinsam beziehe ich im Juli unsere erste gemeinsame Wohnung. Dann will ich es mit dem Joggen probieren. Wir haben dort nämlich einen Kurpark mit Gradierwerk um die Ecke. Das muss ich irgendwie nutzen. Zudem gibt es da noch ein Solebad - perfekt für die gelegentliche Entspannung.
Ich werde definitiv im nächsten Jahr wieder mitmachen, egal, ob ich einen Vorrat gewinne oder nicht. Wahrscheinlich werde ich schon eher meine eigene Wasserwoche veranstalten. So Gott will habe ich im Herbst dann auch einen festen Job und einen geregelten Tagesablauf. Ich will herausfinden wie leicht (oder wie schwer) es mir dann fällt meine Vorsätze für die Wasserwoche durchzuziehen.




Bis dahin bedanke ich mich bei Gerolsteiner für das tolle Projekt und den Wasservorrat. Ich habe zwar nicht jede meine Vorsätze durchgehalten, aber ich habe viel über mich und mein momentanes Leben gelernt und versucht das Beste daraus zu machen. Das Wasser ist jedenfalls leer. :D Vielen Dank Gerolsteiner!

Das nächste Mal geht es ums Wohnen im Grünen.
Seid gespannt!

Eure Anke

Freitag, 24. März 2017

Es ist ein Kraut gewachsen #02


Sonnenzeit ist Aussaatzeit

Die Sonne erwärmt nun auch das letzte Winterherz. Zwischen Vogelzwitschern, einem lauen Lüftchen und unter blauem Himmel, kann man es nun kaum mehr leugnen. Es ist Frühling. Dies ist die Zeit in der es sämtlichen Hobbygärtnern in den Fingern juckt: Raus an die frische Luft und in der Erde buddeln.
Genau das habe ich heute auch getan: Das wunderbare Wetter hat mich regelrecht auf den Balkon gezerrt. Viele Samen warteten darauf, ausgesät zu werden und mein Hauswurz sehnte sich nach einem größeren Zuhause. Immerhin hat sich die Anzahl der Pflanzen auf zwei verdoppelt. Anscheinend gefällt ihm der Platz am Südfenster über der Heizung.



Das alte Behältnis war wirklich zu eng geworden und ich hoffe, dass ihm das neue Heim gefällt. Das Substrat habe ich möglichst durchlässig gewählt - ein Mix aus Blumenerde, Sand und dem Rest der Aussaaterde. Versuch macht klug. :) Als Verzierung habe ich noch ein paar Steine eingearbeitet. Schaut richtig schön aus. Nun kann er weiter wachsen.


Schon im letzten Jahr habe ich erfolgreich Pflänzchen herangezogen. Also wollte ich es mir dieses Jahr nicht nehmen lassen, mein Glück noch einmal zu versuchen. Ihr braucht nicht viel, um selbst Pflanzen anzuziehen: Aussaattöpfchen, Aussaaterde und natürlich Saatgut sind in jedem Fachhandel zu erwerben.
Allerdings braucht ihr kein Geld für extra Aussaatbehälter ausgeben. So blöd es auch klingt ... schaut einfach mal in eurem Müll. Dort findet ihr alles, was ihr benötigt. Als Aussaatbehälter eignen sich die Verpackungen von Eiern, Plastikbehälter (wie z.B. von Weintrauben o.ä.) oder Zeitungen. Und da ich immer etwas Altpapier daheim habe, wurde dieses sinnvoll umgenutzt. Und ihr könnt noch mehr Upcycling betreiben! Aus alten Jogurtbechern, könnt ihr ganz einfach Schildchen für eure Saat basteln. Einfach in Streifen schneiden und mit einem CD-Marker beschriften. Ordentliches Ausspühlen ist natürlich Vorraussetzung.

Altpapier und Eierkartons haben einen großen Vorteil. Sie können mit den vereinzelten Pflänzchen mit eingepflanzt werden. Ich zeige euch nun, wie ihr Pflanztöpfchen aus Altpapier selbst machen könnt. Und Folgendes benötigt ihr:
  • alte Zeitungen, möglichst unbeschichtet 
  • Bindfaden (ich habe Klebestreifen verwendet, den pflanze ich natürlich nicht mit ein und mache ihn vorher ab) 
  • Schere 
  • Flaschen in der Größe eurer Wahl 
  • Aussaaterde 
  • Saatgut (ich habe mich für folgende entschieden: Fenchel, Kapuzinerkresse, Zuckererbsen, Ringelblumen, Mohn, Kornblumen und Riesen-Mageriten) 
  • Namensschildchen 
  • evtl. Untersetzer, damit beim Gießen und Besprühen auch mal was daneben geben kann (für besseren Halt meiner Töpfchen habe ich einfach Plastebehälter für Pflanztöpfe aus dem Gartencenter verwendet) 
  • Frischhaltefolie



Und so wird's gemacht:
  1. Ihr schneidet euch das Zeitungspapier zurecht. Anschließend wickelt ihr das Papier um die Flasche und bindetet (bzw. klebt) es fest. Am Boden faltet ihr das Papier einfach zusammen und befestigt es wieder. Am Anfang müsst ihr euch wahrscheinlich ein wenig ausprobieren, was für euch funktioniert, aber je öfter ihr ein solches Töpfchen bastelt, desto einfacher gelingt es euch. Da meine Untersetzer zwei unterschiedliche Größen haben, musste ich natürlich auch zwei verschiedene Flaschengrößen wählen. Auch wenn die Pflanzgefäße momentan noch etwas wackelig wirken ... ist erst einmal Erde drin, stehen sie quasi von selbst.
  2. Ihr füllt die Töpfchen mit Aussaaterde. Diese hat, zwecks einer besseren Wurzelbildung, relativ wenig Nährstoffe.
     
  3. Nun kann auch schon euer Saatgut einziehen. Am besten ihr sät es so aus, wie es auf der Verpackung steht, dann könnt ihr nichts falsch machen.
     

  4. Beschriftet eure Töpfchen sofort, denn solange es noch keine Pflänzchen gibt, sehen alle Kinderstuben gleich aus.
  5. Nun wird angegossen. Ich verwende immer eine Sprühflasche, damit meine Samen nicht ertrinken. ;) An einem Platz an der Sonne sollte es euren Jungpflanzen in spe ganz gut gehen. Um für eine konstante Feuchtigkeitszufuhr zu sorgen, könnt ihr eure Töpfchen mit Frischhaltefolie überdecken. So habt ihr ein Minnigewächshaus. Damit Schimmel allerdings keine Chance hat, muss für aussreichend Luftzufuhr gesorgt werden. Entweder ihr lasst einfach einen Spalt offen (ihr müsst ja trotzdem immer mal gießen) oder ihr Lüftet regelmäßig.


Das war's auch schon. Nun könnt ihr das Wachstum eurer Pflänzchen beobachten. Sobald die Jungpflanzen zwei Blätter ausgebildet haben, sollten sie pikiert (vereinzelt) werden, damit jede Pfanze genug Platz hat sich zu entfalten. Sind eure Pflanzenkinder groß und kräftig genug, können sie nach den Eisheiligen an die frische Luft ins Freiland. Ihr könnt euren Pflanzen auch schon vorher etwas Frischluft gönnen. Sie können an warmen und sonnigen Tagen ruhig mit auf den Balkon oder die Terrasse ziehen, um sich an die Temperaturen draußen zu gewöhnen. Aber vergesst sie ja nicht Abends wieder hinein in die warme Stube zu holen!

Es ist wirklich nicht schwer eigene Pflanzen aufzuziehen. Nichts ist schöner, als zu beobachten, dass auch ein paar Wochen später wirklich etwas gewachsen ist. Und wenn dann Zeit für die Ernte ist, dann habt ihr einen ganzen Lebenszyklus einer Pflanze begleitet. Das ist ein wunderbares Gefühl. Probiert es doch einfach mal aus! Macht euer Leben etwas grüner!

Viel Spaß beim Gärtnern!
Eure Anki

Montag, 13. März 2017

Projekt: Jahrestee - mein persönlicher Tee

Quelle: pixabay.de

Der März hat begonnen. Langsam steigen die Temperaturen, die Tage werden wieder länger und mit jedem sonnigen Tag wächst auch das Bedürfnis endlich wieder im (Balkon)Garten aktiv zu werden. So langsam könnte dieser ja mal aus seinem Winterschlaf erwachen. Verblütes wird entsorgt, leere Töpfe gereinigt und bei einem Bummel durch die Gärtnerei oder das Gartencenter des Vertrauens juckt es uns umso mehr in den Fingern. Wir planen genau, welche Pflanzen bei uns einziehen werden. Jeder (Balkon)Gärtner kennt diese Vorfreude sicher. Ungeduldig ziehen wir all das auf der Fensterbank heran, was die Spätfröste nicht überstehen würden. Die Freude ist groß, wenn die ersten jungen Triebe das Licht der Welt erblicken. Es gibt nichts Schöneres seinen Sprösslingen beim Wachsen zuzusehen und später dann auch die Früchte seiner Arbeit zu ernten.

In der kalten Jahreszeit erinnern wir uns immer gerne an den Sommer und seine intensiven Gerüche von Kräutern und Blumen, an die lauen Sommerabende und das Grillen mit Freunden zurück. Wäre es nicht schön, für den nächsten Winter vorzusorgen und den Sommer einzufangen? (Nicht nur im Gefrierfach oder im Einmachglas!) Wäre es nicht schön, neben dem Duft und den Aromen auch die Wärme des Sommers zu spüren?



Quelle: garten-fraeulein.de
Wie man das machen kann, schildert das Garten Fräulein in ihrem neuen Buch "Mein kreativer Stadtbalkon - Das Journal". Sie gibt Tipps für ein erflgreiches Balkonjahr und bietet gleichzeitig dem Leser Platz für viele eigene Notizen. In diesem, sehr liebevoll gestalteten, Büchlein stellt das Garten Fräulein den Jahrestee vor. Man sammelt in jeder Jahresezeit Kräuter und Blüten für einen Tee, der uns in der kalten Jahreszeit an die herrlichen Monate im Sommer erinnern soll.
Was für eine wunderbare Idee. Als Teetrinkerin ist dieses Projekt eine tolle Art mir meinen ganz persönlichen Tee zusammenzustellen. Wir wohnen schließlich alle in unterschiedlichen Regionen, wir pflanzen andere Dinge an und sind, was den Geschmack angeht, sowieso von Grund auf verschieden. So wird auch der Tee bei jedem anders werden. Ich werde also im Laufe des Jahres immer wieder Kräuter und Blüten sammeln, die ich mir in meinem Tee vorstellen kann. Im Frühjahr können das Veilchenblüten, Kirschblüten, Apfelblüten, Gänseblümchenblüten oder junge Brennnesselblätter sein. Im Sommer blühen unter anderen Kamille, Kornblume und Duftrose. Aber auch Kräuter wie Melisse, Minze und Zitronenverbene eigenen sich gut für einen Tee. Im Herbst bzw. Spätsommer kann man noch Lavendel, Thymian, Fenchelsamen und Hagebutten ernten. Es gibt so viele Kräuter, da ist für jeden etwas dabei.

Und wie mache ich das ganze haltbar? Ich werde alle gesammelten Blüten und Kräuter trocknen, so lassen sie sich gut lagern und sich auch noch im tiefsten Winter für einen Tee verwenden. Was ich genau im Frühjahr sammeln werde und wie ich es am Ende lagere, zeige ich euch beim nächten Arteikel zum Thema "Jahrestee".
Und könnt ihr nicht genügend Gartentipps bekommen, dann schaut doch mal auf dem Blog vom Garten Fräulein vorbei. :)

Bis bald.
Eure Anke.

Freitag, 3. März 2017

Auf der Suche nach Gelassenheit #1


Quelle: pixabay.de


Ein alter Medizinmann der Cherokee-Indianer sitzt mit seinem Enkel Moki am Feuer. Die Sterne strahlen, das Feuer prasselt und beide schauen lange schweigend in die Flammen. Schließlich lächelt der Alte seinen Enkel an und erzählt ihm die Geschichte von den zwei Wölfen:
"Weißt du, Moki, in unserem Herzen leben zwei Wölfe. Der schwarze Wolf bringt uns Unruhe, Hass, Angst, Kampf und böse Träume. Der weiße Wolf füllt unser Herz mit Ruhe, Liebe, Vertrauen und Frieden. Und immerzu kämpfen diese beiden Wölfe gegeneinander - Tag für Tag."
Der Enkel blickt ins Feuer und denkt darüber nach, was sein Großvater gesagt hat. Schließlich fragt er: "Großvater - und welcher von beiden wird gewinnen?"
Der alte Indianer schweigt eine Weile, dann antwortet er: "Der, den du fütterst, Moki - den, den du fütterst."
*

Füttere deinen weißen Wolf!

Heute beginne ich mit einem Zitat aus dem Buch, was ich mir letztens gekauft habe. Gelassenheit für Anfänger von Aljoscha Long und Ronald Schweppe. Ein wirklich tolles und sehr liebevoll geschriebenes Buch. Aber dies soll keine Buchrezension werden. Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich unbedingt gelassener und entspannter werden und weniger grübeln möchte. Das ist gar nicht so leicht, da ich genau der Typ Mensch bin, der sich gerne mal aufregt und sich zu viele Gedanken macht. Abe wer grübelt denn nicht über seine Zukunft, wenn er vor einer ungewissen Zeit steht, oder macht sich Sorgen um Familienmitglieder. Und nun habe ich den Salat. Schlimme Verspannungen sind die Folge bis hin zu Schluckproblemen beim Essen. Trotz Yoga sitzen die Verspannungen so fest, dass ich nun einen Orthopäden bemühe. Ich brauche dabei professionelle Hilfe. Aber ein Orthpäde wird mir nicht beibringen gelassener zu werden. Also habe ich dieses Buch zu Rate gezogen.

Die Geschichte über den weißen Wolf habe ich dem Buch entnommen, weil ich sie sehr aussagekräftig finde. Jeder müsste diesen Kampf eigentlich kennen. Auch du! Wenn du Angst verspürst, oder dich über jemanden geärgert hast, fühlst du dich nicht besonders gut: dein Gemüt ist erhitzt und dein Körper angespannt. Stress im Beruf oder in der Familie sind auch nicht beosnders förderlich für dein Wohlbefinden. Kein Wunder, dass Burnout zu einer Volkskrankheit wird. Und weil ich nicht dort landen möchte, habe ich nicht nur einen Gang zurückgeschalten. Auch micht plagen Stress, Sorgen und ewige Grübeleien über meine Zukunft. Mein schwarzer Wolf ist mittlerweile sehr gut genährt. Zwar versucht der weiße Wolf immer wieder aus seine Höhle zu kommen, aber die körperliche Kraft ist noch nicht vorhanden. Das muss ich ändern. Begleite mich doch auf der Suche nach Gelassenheit und Entspannung. Vielleicht erhält auch dein weißer Wolf, passend zum Frühling, wieder ein wenig Lebensenergie zurück.



Wie geht es mir im Augenblick eigentlich?


Diese Frage sollten wir uns alle regelmäßig stellen, ansonsten laufen wir Gefahr uns selbst aus den Augen zu verlieren. Natürlich sollst du nicht jede freie Minute damit verbringen nach Dingen in deinem Körper zu suchen, die dir vielleicht zu schaffen machen. Manchmal kneift und zwickt es einfach mal. Aber wenn du dich sowieso schon angeschlagen oder einfach nur unzufrieden fühlst, dann spüre in dich hinein. Es ist dein Körper und der kann dir auch Antworten geben. Ist es höchste Eisenbahn, meldet sich dein Körper automatisch. Ich bin ein gutes Beispiel.
Schon letztes Jahr klagte ich bei meinem Hausarzt über Verspannungen im Nacken. Dieser empfiel mir Yoga oder Pilates - ein Mix aus Bewegung, Dehnung und Entspannung. Eigentlich eine sehr wunderbare Mischung. Kann ich nur jedem empfehlen. Nun - fast ein Jahr später - sind es Verspannungen geworden, die meine Lebensqualität deutlich senken. Die Verspannungen sind chronisch und auch wenn mir ein Orthopäde sicher helfen kann, werden die psychosomatischen Verspannungen nicht eher weggehen, bis ich nicht mit mir im Reinen bin. (Trotzdem werde ich mir sicher weniger einen Kopf um die Verspannungen machen, wenn ein Spezialist diese erstmal genau unter die Lupe genommen hat. Also eine Sorgenfalte weniger.)

Wo wir schon bei Thema sind, können wir gemeinsam ein paar kurze Übungen machen, um für einen Augenblick unseren Körper und unser Befinden zu scannen.
Wie schaut es mit deiner Körperhaltung aus? Sitzt du immer gerade oder läufst du etwas nach vorne gebeugt? - Ich für meinen Teil habe eine eher schlechte Körperhaltung. Ich nenne sie meine "Schutzhaltung". Ich sitze und Laufe immer etwas nach vorne gebeugt, die Schulter oft nach oben gezogen. Wie ich das gemerkt habe? Du musst dich einfach mal bewusst gerade hinsetzen oder hinstellen, dann merkst du automatisch, wenn verkürzte Muskeln dich wieder in diese Schonhaltung ziehen wollen. Deswegen auch meine Entscheidung für den Spezialisten. Ich sinke immer wieder in diese schonende Haltung zurück, hab keine gute Körperspannung, was für mich selbst manche Yoga-Posen erschwert. Ich habe nie bewusst darauf geachtet. "Ach das geht schon vorbei, das passt schon", habe ich mir versucht einzureden, solange, bis es eben nicht mehr ging.
Als nächstes können wir mal unser Gesicht entspannen. Du bist entspannt? Das ist schön. Aber beißt du nicht ab und an mal die Zähne zusammen oder verziehst sorgenvoll das Gesicht? Achte einfach mal darauf. Es geht meistens schneller und vor allem unbewusster als du denkst. Oft wird es dir auch sofort angesehen, wenn es dir nicht gut geht. "Alles okay, du siehst so abgespannt aus?" Hast du sicher schon mal gehört, oder?
Anhand diesem kleinen Check-up kannst du schnell herausfinden, ob du eine Pause brauchst. Spürst du dich verspannt, solltest du herausfinden, woher es kommt. Reflektiere für dich, ob dir gerade etwas Sorgen macht, oder du in deinem Job doch etwas mehr Stunden als sonst gearbeitet hast, weil ein Projekt fertig gemacht werden musste. Dann ist es an der Zeit deinem Körper eine Auszeit zu gönnen und ihn zu verwöhnen. Nimm ein Bad, geh in die Sauna oder für ein Wochenende hinaus in die Natur. Am besten du machst einfach mal GAR NICHTS. Lege dich auf die Couch oder auf eine Blumenwiese und mache gar nichts: Kein Telefon, keine Musik, kein Fernseher und kein Internet. Du, dein Geist und dein Körper ihr habt eine Pause verdient.

Quelle: pixabay,de

Einmal richtig duchatmen bitte

Für diese kleine Übung musst du dich nicht extra auf eine Wiese legen, es reicht, wenn du dich einfach einmal bewusst und entspannt hinsetzt. Wenn du gerade keine Zeit für eine ausgiebige Achtsamskeits-Übung hast, dann atme doch einfach bewusst durch.
Setze dich bequem hin und schließe die Augen. Versuche deinen Körper etwas zu entspannen. Dann atmest du bewusst durch die Nase ein - so lange biss sich vom Bauch bis zu den Lungen alles mit frischer Luft gefüllt hat und dann atmest du langsam durch die Nase wieder aus. Wiederhole das mindestens dreimal. Du wirst feststellen, dass du einen großen Unterschied zu deiner bisherigen Atmung feststellst. Mir erging es jedenfalls so. Wenn ich gestresst und aufgeregt bin, wird meine Atmung flacher. Geht es mir nicht gut, ist meine Atmung unregelmäßiger. Was vielen (und auch mir) nicht bewusst war: die Atmung bestimmt deine Stimmung und andersherum. Und das kann zu einem Teufelskreis werden. Bist du gestresst, atmest du flacher, also kommt weniger Luft ins Gehirn, also wird die Stimmung auch schlechter und da achtest du noch weniger auf deine Atmung. Dieser Teufelskreis kann nur durchbrochen werden, wenn du regelmäßig bewusst atmest. Und mal ehrlich: einmal richtig durchatmen ist nicht schwer, es lenkt deine Gedanken auf die Atmung und dein Körper bekommt neuen Sauerstoff zum Arbeiten. Ich mache das jetzt täglich. Gerne stelle ich mich dazu auf den Balkon. Ich finde das ist eine sehr einfache und schnelle Übung, um sich aus dem Alltagstrott herausureißen.
Der erste Schritt in Richtung Gelassenheit ist getan.

Ich würde mich freuen, wenn du mich weiter auf der Suche nach Gelassenheit begleitest.
Deine Anke

* Zitat aus Gelassenheit für Anfänger von Aljoscha Long und Ronald Schweppe

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Aus Anki's Schreibstube: die vierte Rauhnacht

Quelle: pixabay

Die 04. Rauhnacht (April)
"der inneren Weisheit vertrauen"


Was heute passiert, steht für die Launenhaftigkeit des Lebens. Auch das Wetter ließ uns heute seine Launen spüren. Aber eigentlich geht es viel mehr um unser persönliches Leben. Es wird begleitet von vielen gegenseitigen Zuständen: Gewinn - Verlust, Freude - Trauer, Gesundheit - Krankheit oder Erfolg - Misserfolg. Meist treten sie willkührlich auf. Es ist zwar möglich durch unser Handeln großen Schaden von uns abzuwenden, oder manche Fehler zu vermeiden, aber im Grunde sind wir machtlos gegen die sogenannte höhere Gewalt im Leben: ob es nun die Idioten im Straßenverkehr, Terroristen oder Naturlatastrophen sind, selbst wenn wir gesund, friedliebend und gewissenhaft leben, können wir nicht verhindern geliebte Menschen zu verlieren. Wir können nicht verhindern, dass auch wir irgendwann alt und krank und irgendwann sterben werden. In den Rauhnächten können wir aber lernen damit umzugehen und es zu akzeptieren.

Quelle: pixabay
Träume in den rauhen Nächten
Eine Möglichkeit sich mit seinem tiefsten Inneren zu beschäftigen, sind eure Träume. Die Träume der Rauhnächte sind etwas ganz Besonderes. Schon unsere Ahnen haben auf die Botschaften ihrer Träume geachtet. Was wir in der ersten Rauhnacht träumen steht mit dem ersten Monat (also Januar) im neuen Jahr in Verbindung, die zweite Nacht mit dem Februar usw. Die Träume bis Mitternacht stehen für die erste Hälfte des Monats, Träume nach Mitternacht für die Zweite.
Solltet ihr euch an einen Traum erinnern, solltet ihr intuitiv versuchen, die Bedeutung der Traumszenen zu erfassen. Solltet ihr mitten in der Nacht aufwachen, notiert euch kurz, was ihr noch wisst, damit der Inhalt in der nächsten Traumphase nicht verloren geht. (Hierfür eignet sich auch euer Rauhnachttagebuch)
Stellt euch folgende Fragen:
Was passierte im Traum?
Was sind meine Gefühle?
Auf was könnten sie hinweisen?


Die Sprache der Träume zu verstehen ist nicht einfach, daher existiert in allen Kulturen eine Faszination für die Traumwelt. Träume verbinden wir mit den tieferen Ebenen unseres Seins. Sie gehören zu unserer Persönlichkeit. Die richtige Deutung kann helfen richtige Entscheidungen zu treffen oder Gefahren zu erkennen. Aber wie kann ein Traum gedeutet werden?
Es ist einfach nicht damit getan auf archäotypische Traumgestalten zurückzugreifen und damit zu versuchen den Traum zu deuten. Es steckt viel mehr persönliches dahinter. Anhand der Träume können wir herausfinden welche Probleme und Möglichkeiten wir haben. Was stehen für Herausforderungen an? Wie sieht der richtige Weg aus?
Euer Alltagsbewusstsein hat darauf meist keine Antwort. Die Kunst besteht darin Kontakt zum inneren Ich aufzunehmen.

Quelle: pixabay

Worauf solltet ihr achten?
- Auf jeden Fall solltet ihr keine Deutung erzwingen. Könnt ihr euch nicht genau an den Traum erinnern oder ist er zu wirr, seid ihr für die Erkenntnis noch nicht bereit.
- Überlegt für euch, was am naheliegensten ist. Am besten ist es spontane Gedanken zum Traum zu notieren. Spontane Eingebungen sind meist mehr wert als jedes Traumlexikon. Achtet auf die Gesamtsituation im Traum und nicht auf jeden einzelnen Aspekt, denn meist machen einzelne Bestandteile für uns weniger Sinn, als eine zusammenhängende Situation.
- Welche Gefühle hattet ihr im Traum? Freude, Heiterkeit, Begeisterung, Ängste oder Traurigkeit. Was sagen die Gefühle im Traum über euer Leben/Zukunft aus? Weist der Traum auf Wünsche, Sehnsüchte, Bedürfnisse hin?

Mögliche Themen und Inhalte im Traum (nach Valentin Kirschgruber)

Thema: Alptraum
Vor was fürchten wir uns?
Gibt es im Alltag unbewusste Ängste?

Thema: Fallen im Traum
Fliegen oder Schweben kann ein Wunsch auf mehr Freiheiten sein.
Lust auf Abenteuer oder neue Erfahrungen (auch sexuell).

Thema: Flucht
Wovor haben wir im Leben Angst?
Wovor laufen wir wirklich weg? (vor Menschen, Aufgaben, Probleme) Das kann ein Gefühl oder eine Aufgabe sein, die personifiziert in unseren Träumen auftaucht
Scheuen wir uns davor für etwas zu kämpfen oder unser Leben einfach in die Hand zu nehmen?

Thema: Kampf

Streit oder Konflikt im Beruf oder in Familie. Auch innere Konflikte sind möglich. Vielleicht sollen uns so Spannungen, unbewusste Anggressionen oder Wut bewusst werden.

Thema: Wut
Nordgermanisch: Odr (Namensgeber für Odin). Südgermanisch: Wut (Namensgeber für Wutan). Viele Rauhnachtsagen beinhalten die "Wilde Jagd" oder das "wütende Heer" und beschreiben damit den Aspekt der ungezügelten Wut, die aber zugleich befreit und eine erneuernde Qualität aufweist.

Thema: Tod
Der Traum vom eigenen Tod oder Tod eines geliebten Menschen ist seltenst prophetisch. Er ist lediglich ein Hinweis auf Tod und Vergänglichkeit (Vergänglichkeit als eines der zentralen Rauhnachtthemen). Das Alte muss sterben, damit neues Entstehen kann (Erneuerung). Falls im Traum das Thema Tod vorkommt, solltet ihr darüber nachdenken, ob ihr euch nicht von etwas oder von jemandem endgültig trennen solltet.

Thema: Sexualität
Erotische Inhalte spiegeln meistens unerfüllte Bedürfnisse aber auch Ängste wieder. Hier sind Gefühle besonderes wichtig- Sind sie angenehm oder unangenehm? Bedrückende Erfahrungen in Bezug auf sexualität lässt uns Angst davor haben oder uns ekeln. Ekstatische Träume können auch einfach ein Hinweis auf Sehnsucht nach körperlicher Nähe oder reizvolllen Begegnungen sein.

Quelle: pixabay
Ein persönliches Beispiel zur Wintersonnenwende:
Ich habe geträumt, dass ich mit einer Kommilitonin beim Yoga bin, jedoch war mir weder der Kurs noch der Ort bekannt. Auch die Übungen waren mir nicht vertraut. Irgendwann musste ein Teil von uns wegrennen und der andere hat mit schnellen Geschützen auf uns geschossen. Ich bin aufgewacht, als ich mich nicht in Sicherheit bringen konnte. Später war ich mit meiner besten Freundin an diesem Ort, nun war es jedoch ein Restaurant/Café.
Meine Gefühle waren teilweise ein wenig unangenehm, da mir die Situation unbekannt war und auch das Essen mir nicht angemessen schien.
Was bedeutet dieses Wirrwar also für mich?
Seid diesem Jahr mache ich Yoga. Immer nehme ich mir vor, regelmäßig daran zu arbeiten und Sport zu machen, aber irgendwie habe ich es bisher nie gebacken bekommen. Mein innerer Schweinehund ist da sehr penetrant. Des Weiteren wollte ich meine Ernährung bessern und umstellen, aber auch mit mäßigem Erfolg. Stress ist kein guter Begleiter, wenn man gesünder leben will.
Was kann mir mein Traum also sagen?
Der Wunsch etwas zu ändern besteht weiterhin und ich sollte meine Pläne im neuen Jahr intensiv verfolgen, dann würde wahrscheinlich auch das unangenehme Gefühl verschwinden. Das unangenehme Gefühl kommt daher, dass ich oft an Verspannungen im Nacken und Schultern leide, manchmal so schlimm, dass mir fast etwas schwummrig ist. Mein Arzt hatte daher weniger Stress und Yoga oder Pilates angeordnet. Denn jener Stress schlägt mir oft auch auf den Magen, genauso wie Konservierungsmittel. Durch eine Ernährungsberatung habe ich gelernt, was ich wann essen sollte und was besser garnicht (z.B. Instantrühe oder Sachen mit Glutamat oder Hefeextrakt). Ich kann  damit arbeiten, denn das sogenannte Clean Eating ist keine schlechte Sache. Könnte ich auch auf manche meiner Suchtmittel verzichten, dann würde ich sicher auch fitter sein. (Sprich weniger Cola und mehr Gemüse).
Also sagt mir der Traum nicht, dass ich meine beste Freundin zum essen einladen soll (kann dies ja trotzdem tun), oder dass Yogalehrer gefährlich sind ( ;) ), sondern dass ich nicht davor scheuen soll, jene zwei Themen immer wieder in Angriff zu nehmen. Irgendwann werde ich das sicher schaffen diesen inneren Schweinehund zu überwinden.
Mein heutiger Traum erschloss sich mir weniger. Das einzige was ich noch weiß, ist, dass ich im Zuge eines Übernachtungsgastes Pflanzen gekauft und eingepflanzt habe. Dabei hatte ich das Gefühl, dass diese Arbeit wie eine Art Therapie sei. Eigentlich ganz schön. Und es schließt an den obigen Traum an. Clean Eating und Selbstversorgung sind aktuelle Trends, denen man viel abgewinnen kann. Auch ich. :) Ich versuche immer etwas gutes auf meinem Balkon anzubauen: Kräuter, Gemüse usw. Auch im nächsten Jahr werde ich das weiter verfolgen und es intensivieren. Dies ist sicher auch ein gutes Mittel gegen den Stress und ein Ausgleich zur Masterarbeit.

Das Traumtagebuch:
Möchtet ihr mit euren Träumen arbeiten, ist es sinnvoll sich ein Traumtagebuch anzulegen. Schon das Vorhaben eure Träume aufschreiben zu wollen, verbessert die Erinnerung an das Geträumte. Wenn ihr eure Träume aufschreibt, fällt es leichter zu erkennen, um welches Thema es geht. Mir fiel das auch zu Schul- und Unizeiten leichter mich schreibend auf Prüfungen vorzubereiten. Dann erschlossen sich mir Inhalte und Sachverhalte viel schneller.
Legt euch Zettel und Stift mit ans Bett. Natürlich könnt ihr auch die Notizfunktion eures Smartphones benutzen oder en Digtiergerät. Wichtig ist, dass ihr euch vornehmt eure Träume aufzuschreiben. Und dies solltet ihr tun, sobald ihr erwacht. Bleibt einige Augenblicke noch still liegen, um euch bewusst zu werden, dass ihr geträumt habt und was womöglich der Inhalt war.
Versucht soviel wie möglich zu notieren. Dabei reichen Stichpunkte und Traumfragmente vollkommen aus. Ihr solltet besonders auf Gefühle und Stimmungen achten. Grübelt nicht einzelnen Details nach, sondern schreibt alles auf, was euch spontan einfällt: bestimmte Bilder, Szenen oder Begegnungen.
Spührt den Traum mit eurem spontanen Gefühl nach und schaut, ob dieser Traum interessante Botschaften für euch bereithält.

Eure Anki

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Aus Anki's Schreibstube: die dritte Rauhnacht


Quelle: pixabay

03. Rauhnacht (März)
"sich öffnen"


Der Trubel der Feierlichkeiten liegt nun hinter uns. Vielleicht hat euch auch schon der Alltag wieder. Falls ihr zu Weihnachten noch keine Gelegnheit hattet, einen Gang zurückzuschalten und euch ein wenig um euch selbst zu kümmern, dann solltet ihr das schnellstens tun - auch wenn ihr wieder pünktlich um acht Uhr im Büro sein müsst. Nehmt euch trotzdem ungefähr eine Stunde für euch Zeit, taucht ein in den Zauber der Rauhnächte.
Viele Sagen und Mythen berichten davon, dass die Weltentore offen stehen und der Kontakt zu Geistern und zu den Seelen der Verstorbenen möglich ist. Allerdings wird das, was jenseits des Sichtbaren und Alltäglichen liegt, nur dann sichtbar, wenn wir uns dafür Öffnen. Lenkt eure Aufmerksamkeit nach innen, weg von der Oberflächlichkeit, die meist der Alltag mit sich bringt. Lasst euch einfach vom Leben überraschen. Bleibt offen für neue Dinge. Achtet auf Begegnungen, egal ob Mensch ob Tier, alles kann eine Bedeutung für euch selbst haben. Auch Anrufe, Briefe oder Naturphänomene können ein Zeichen sein. In dieser Rauhnacht könnt ihr euch mit euren Gefühlen befassen, sie zulassen, ohne sie gleich in eine Schublade zu stecken. Beobachtet euch und eure Umwelt genau, dann werdet ihr erfahren, was euch besonders interessiert und reizt?

Die Arbeit mit der Rauhnacht
Meditation nach Valentin Kirschgruber

"Was ist jetzt?"
- Setzt euch aufrecht und entspannt auf einen Stuhl oder auf den Boden. Schließt die Augen und lasst eure Gedanken und euren Atem zur Ruhe kommen.
- Öffnet euch dem Jetzt.
Was ist jetzt?
Was passiert gerade?
Was könnt ihr in diesem Moment wahrnehmen?
- Achtet darauf, wo eure Gedanken und Aufmerksamkeit ganz natürlich hinfließen. Das können ganz natüliche körperliche Empfindungen wie kalte Füße oder ein Jucken am Rücken sein. Dies können aber auch Gefühle von Spannung und Entspannung sein. Oder tauchen gar Gedanken oder Erinnerungen auf?
Was immer ihr wahrnehmt, akzeptiert es. Nichts verändern.Auch unanagenehme Gefühle sind in Ordnung und auch das Jucken an der Stirn geht einmal vorbei.
Seid einfach offen für alles.
- Richtet nach einigen Minuten eure Aufmerksamkeit wieder auf eure Körperhaltung.


Mein persönliches Rauhnachttagebuch
Sich für Neues öffnen stand heute bei mir auf dem Plan. Meine Yogalehrerin lud uns zum Jahresabschluss zu einer Aura-Soma Sitzung ein. Hierbei bekommen die Farben des Lebens eine gänzlich neue Bedeutung.

Foto: aura-soma.net


"Du bist die Farbe die Du wählst, sie reflekitiert die Bedürfnisse Deines Wesens." Vicky Wall

Aura-Soma wurde 1984 von der blinden und nach eigener Angabe hellsichtigen Engländerin Vicky Wall entwickelt. Lange Zeit hatte sie als Apotekerin gearbeitet. Ihre Präparate waren anfangs nur zur kosmetischen Behandlung gedacht, wurden aber von ihr zu einem Therapiesystem ähnlich der traditionellen indischen Medizin (Chakren-Lehre) weiterentwickelt. Der Inhalt der Aura Soma Fläschchen besteht aus zwei Flüssigkeiten die in eine obere und eine untere Schicht zu je 50 % aufgeteilt sind. Sie lassen sich durch schütteln zwar für kurze Zeit mischen, separieren sich aber bald wieder in zwei Schichten. Die obere Schicht besteht aus gefärbtem Oliven- oder Lotusblütenöl, die untere Schicht besteht aus gefärbtem Wasser, angeblich aus einer heiligen Quelle von Claisten Burry in England.
Aura-Soma ist im Gebiet der Farbtherapie angesiedelt. Dabei spielt die Wirkung von Farben auf die menschliche Psyche und damit den menschlichen Organismus eine Rolle. Dies soll durch die Farbgestaltung des Raumes als auch durch den Einsatz von farbigem Licht erreicht werden.
Diese Methode wird heutzutage in erster Linie als ein Weg gesehen, um das Bewusstsein zu verändern und die eigene Wahrnehmungskraft zu stärken. Dabei steht "AURA" für den feinstoffliche Körper, vom dem jeder Menschen umgeben ist. Er kann auch als elektromagnetisches Feld oder als Lichtkörper bezeichnet werden. "SOMA" steht für unseren physischen Körper. Über die Farbwahl von Aura-Soma wird unser inneres wiedergespiegelt. Aura-Soma lässt uns unsere eigenen Möglichkeiten erkennen und verwirklichen. Es gibt uns Informationen über unsere Lebensaufgaben. Durch den Ausgleich der inneren und äußeren Harmonie führt Aura-Soma zu einer Verbesserung des allgemeinem Wohlbefinden. Die Flaschen enthalten die lebendigen Energien von Kräutern, ätherischen Ölen, Edelsteinen und Kristallen.
Foto: Haya Romanowski
Die Equilibrium-Flaschen bilden das Herz des Aura-Soma-Systems. Aktuell gibt es 113 verschiedene Flaschen. Mit ihren lebendigen Farben sollen sie uns zu spirituelen Wohlbefinden und Selbsterkenntnis führen. Diese Flaschen waren auch in unserer Runde das Hauptthema. Anhand meines Geburtsdatums wurden drei Flaschen errechnet. Die Schicksalsflasche, die Flasche für 2017 und meine Namensflasche. Vor Ort sollten wir unsere eigene spezielle Flasche auswählen. Ich kann euch sagen, dass das nicht so einfach war. Am Ende habe ich die Farbe gewählt, die am angenehmsten in meinen Augen war und mit der ich so schon einiges Materielles in diesem Jahr assoziiert habe. Ich wählte die neueste Flasche mit der Nummer 113. Sie besteht aus den Farben Smaragd- und Olivgrün. In ihr befinden sich Pflanzenauszüge aus Lavendel, Aloe und Calendula, sowie Kristallenergien des Saphir, Chrysopras und Rosenquarz. Schon ohne eine intensivere Auswertung, konnte ich in den Farben Erneuerung, Hoffnung und Neubeginn assoziieren. Für mich passten sie sofort zu den Rauhnächten, in denen man auch auf ein erneutes Erblühen der Erde hofft, damit die nächste Ernte gesichert ist. Jedes Jahr wachsen die Pflanzen neu, geben neue Energien und ernähren uns. Dies war auch das Erste, was ich mit den Farben in der Flasche assoziiert habe: Natur und Leben! So weit entfernt lag ich mit meiner Interpretation nicht.
Das Grün steht im allgemeinen für den Neubeginn, und Neuanfänge (auch in Sachen Herzenswünche). Sie soll uns helfen unsere eigene Kraft zu finden. Zudem steht das Olivgrün für weibliche Führungsqualitäten, welche auch einen neuen Anfang bekommen könnten. Wenn ich nun das neue Jahr betrachte, passen diese Farben schon erstaunlich gut. Im Jahr 2017 schreibe ich meine Masterarbeit und muss bei der Verteidigung die Prüfer von meiner Arbeit überzeugen. Damit endet mein Studium und ich begebe mich auf Jobsuche. Auch wenn ich noch nicht genau weiß, wo es mich hinverschlägt gilt dies als Neuanfang und weibliche Führungsqualitäten sind dort auch nicht fehl am Platz. Als Herzensangelegenheit sehe ich den Zusammenzug mit meinem Verlobten. Wir werden, wenn die Jobfrage geklärt ist unsere erste gemeinsame Wohnung beziehen. Und da ich mich immer ein wenig stressen und nervös machen lasse, ist ein wenig Zuversicht in diesen Dingen nicht verkehrt.



(Quelle Text/Bilder: http://www.aura-soma-welt.de)

Auch in den anderen drei Flaschen findet sich das Smaragdgrün wieder. Die Nummer 13 (für das Jahr und meine Namensflasche) ist eine Kombination aus Klar und Grün. Sie steht für Veränderungen in der (neuen) Zeit in der es möglich sein kann seine Gefühle intensiv zu erleben. Sie soll helfen Klarheit in alle Herzensangelegenheiten und Neuanfänge zu bringen. Sie wirkt wie die Ruhe bei einem Waldspaziergang- Beruhigend und inspirierend.
Meine Schicksalsflasche trägt den Namen "Robin Hood" (B27). Die Farben Rot und Grün beinhalten Pflanzenauszüge von Ylang Ylang, Färberdistel und Ringelblume, sowie Kristallenergien von Rosenquarz, Demidowit, Chrysopras und Turmalin. Sie hilft Kraft zur Wahrheit, Durchsetzungsvermögen zu entwickeln und aufbauen. Folgende Merkmal werden dieser Flasche bzw. Robin Hood zugeschrieben:
- die Kraft des Herzens erwecken
- die innere Wahrheit vehement vertreten
- die eigene innere Natur leidenschaftlich im Leben zum Ausdruck bringen
- neue Impulse für ein liebevolleres Leben
- das Gefühl von Freiheit bringt leidenschaftliche Liebe hervor
- jeder Moment kann der erste oder der letzte sein
- Mut, immer wieder von neuem zu beginnen
- ein wahrheitsliebender, charismatischer Mensch
- Kraft, eine Trennung zu überwinden
Das Equilibrium B27 "steht für einen erfolgreichen Menschen, der sehr viel arbeitet. Er oder sie kann sich gut konzentrieren und verfügt über große Ausdauer und Entschlusskraft. Diese Person kann sich durchsetzen und sich auf sich selbst verlassen. Sie besitzt einen ansteckenden Enthusiasmus für das Leben. Es ist jemand mit Mut und Herz, der es wagt, auch in unbekannte Gefilde vorzudringen. Ist sehr zentriert und wahrheitsliebend und hat dabei ein gutes Gefühl für Harmonie."
Dem letzten Teil stimme ich sogar zu. Wer mich kennt, kann dies auch bestätigen. Ich denke ich bin ein Mensch, der hart und ausdauernd für seine Ziele arbeitet. Am liebsten verlasse ich mich auf mich selbst, auch wenn mich manchmal Selbstzweifel plagen. Aber wer hat das nicht. Außerdem strebe ich immer nach Harmonie, gerade in zwischenmenschlichen Beziehungen. Daher komme ich mit sehr vielen Menschen gut zurecht und bin ein guter Streitschlichter.

Ob nun Aura-Soma etwas für mich ist, weiß ich noch nicht. Ich müsste mich noch intensiver damit beschäftigen. Mich hat es allerdings sehr überrascht, wie biel Farben über mich aussagen können bzw. eigentlich nur zwei (in meinem Fall). Zudem hat es mich sehr fasziniert, dass ich gerade jene Flasche gezogen habe, die zu meinem ereignissreichen Jahr 2017 passt. Wie ich diese Erkenntnisse umsetze und anwende weiß ich noch nicht. Jedenfalls werde ich diese Farben in Zukunft wahrscheinlich mit diesen Merkmalen assoziieren und mir somit immer wieder ins Gedeächtnis rufen, wozu ich fähig bin und woran ich arbeiten kann. Ich bin gespannt wie mich das Gehörte nun beeinflussen wird.

Eure Anke

Dienstag, 27. Dezember 2016

Aus Anki's Schreibstube: die zweite Rauhnacht

02. Rauhnacht (Februar)
"In die Stille lauschen"




Willkommen zur zweiten Rauhnacht. Heute begeben wir uns auf die Suche nach innerer Stille, um alte Denk- und Gedankenmuster abzuschalten. Es ergänzt die gestrige Übung. Mit der gestrigen Meditation habt ihr die Basis für die weitere Arbeit in den Rauhnächten geschaffen. Alles was ihr erlebt habt, ist nicht ohne Grund geschehen und macht euch an Erfahrung reicher. Sie gehören zu euch. Trotzdem ist es nicht ratsam alles mit euch herumzuschleppen. Seht es als große Bleikugel an, die immer größer und schwerer wird, je mehr ihr an vergangenen Geschehnissen festhaltet. Ihr kommt nicht zur Ruhe und macht euch nur kaputt. Das soll keinesfalls bedeuten, dass euch alles egal werden soll. Ihr solltet euch lediglich bewusst werden, was war und dass es nicht mehr geändert werden kann. Was immer euch zu Schaffen macht: Findet es und akzeptiert es. So könnt ihr es abschließen und nach vorne sehen.

Die Arbeit mit der Rauhnacht
Meditation nach Valentin Kirschgruber


Altes loszulassen gelingt nur dann, wenn wir allen äußeren Lärm der Stadt und der Straßen ausschließen. Er ist nur hinderlich auf der Suche nach innerer Stille und Ruhe. Eurer inneren Stille könnt ihr im Rahmen einer Meditaion begegnen. Am besten ihr nutzt dafür die frühen Morgen- oder die Abendstunden, dann ist der ganze Troubel der Feiertage noch fern.

Quelle: pixabay

Ihr könnt euch aussuchen, ob ihr für die Meditation hinaus in die Natur gehen wollt, oder ob ihr bei euch Zuhause ein schönes Fleckchen findet, an dem ihr die äußeren Lärmquellen so gut wie möglich ausschließen könnt.
- Diese Meditation könnt ihr sowohl im Sitzen als auch im Stehen machen. Schließt die Augen und versucht innerlich zur Ruhe zu kommen. Langsam wird sich euer Körper entspannen. Achtet auch darauf, dass eure Schultern und das Gesicht entspannt wird. Dabei hilft es euch, wenn ihr tief und weich atmet.
- Nun lauscht ihr auf Geräusche und Kälnge:
Sind Naturgeräusche zu hören?
Nehmt ihr Tiergeräusche war?
Hört ihr andere Menschen?
Dringen sogar Verkehrsgeräusche an euren Rückzugsort?
Versucht nicht angestrengt nach Geräusche zu suchen - lasst es einfach geschehen!
- Lasst die Klänge einfach durch euer Bewusstsein wehen, so wie der Wind durch due Blätter eines Baumes streicht.
- Anschließend wendet ihr euch den inneren Geräuschen zu.
Gibt es bestimmte Gedanken und Gefühle, die innerlich Lärm bringen? (Ängste, Sorgen, Pläne, Hoffnungen)
- Lauscht nun tiefer! Es existiert eine Stille hinter all den Geräuschen. Könnt ihr diese Stille wahrnehmen?
- Beendet die Meditation in dem ihr euch wieder auf eure Körperhaltung konzentriert
- Anschließend steht noch eine Fragerunde mit euch selbst bevor:
Fällt es euch schwer Geräusche ahrzunehmen, ohne sie zu bewerten? Ordnet ihr die Geräusche einer eingenschaft zu wie gut, schlecht, angenehm oder unangenehm?
Wie erfahrt ihr Stille in eurem Körper?
Könnt ihr Stille inmitten äußeren Lärms erfahren?
Was hindert euch daran?
Versucht die Fragen spontan zu beantworten, einfach aus dem Bauchheraus.

Mein persönliches Rauhnachttagebuch
Da ich diese Rubrik mit dem Namen "Rauhnachttagebuch" versehen habe, sollt ihr nun auch Anregungen bekommen, eines zu führen. Wen der Begriff Tagebuch abschreckt, weil er nicht viel mit autobiogafischen Aufzeichnungen anfangen kann, der kann es auch als Notizbuch sehen. Mit meinem Hang zum Basteln und Gestalten, habe ich mir etwas besonderes ausgedacht. Ich wollte eine Art Erinnerungsalbum habe, in dem nicht nur meine Eindrücke des Tages Platz finden, sondern auch Fotos und andere Dinge, die mir in diesen Tagen in die Hände fallen. Es soll eine Sammlung entstehen, mit der ich auch im laufenden Jahr arbeiten kann und die mich daran erinnert mich regelmäßig um mich und meinen Körper zu kümmern. Ich werde in den zwölf rauen Nächten alles sammeln und am 6. Januar zusammentragen.



Für die praktische Arbeit mit den Rauhnächten habe ich mir ein kleines Notizbuch gebastelt. Das geht ganz einfach und eigentlich braucht ihr dafür auch kein Geld ausgeben. Ihr habt alles, was ihr braucht zu Hause.
Ihr benötigt:
- einfaches Kopierpapier (ihr könnt natürlich auch farbiges Papier nehmen)
- Designpapier für den Umschlag (habt ihr kein schönes Papier, könnt ihr auch einfach selbst etwas gestalten, indem ihr schöne Bilder aus Zeitschriften ausschneidet und sie auf das Cover klebt. So entsteht eine hübsche Collage)
- ein handelsüblicher Gummi für den Haushalt
- Schere, Kleber und Stift
Ihr überlegt euch, wie groß euer Notizheft werden soll. Am einfachsten ist es, wenn ihr das Kopierpapier mittig auf die Größe DIN A5 faltet. Die gefalteten Blätter legt ihr ineinander. Das Designpapier schneidet ihr (wenn es nicht schon die richtige Größe hat) auf DIN A4 zu. Dann könnt ihr auch das Cover einfach in der Mitte falten. Ich habe mein Cover ein wenig größer gelassen, damit es die innenliegenden Seiten auch komplett abdeckt. Es reicht, wenn ihr an jeder Seite einen halben Zentimeter zufügt. Die weißen Seiten legt ihr anschließend in euer Cover. Ihr nehmt den Gummi und zieht ihn vorsichtig so über das Papier, dass die Seiten an der Falz zusammengehalten werden. Und fertig ist euer Notizheft. Ihr könnt ihnm nun noch einen Titel geben oder noch etwas mit Aufklebern oder weiteren Papieren ausgestalten. Für mich reichte die einfache Variante, da ich das Heft wirklich nur für Notizen möchte. Alles weitere findet dann Platz in meinem Erinnerungsbüchlein.





In dem Rahnachttagebuch könnt ihr festhalten, wie euer Tag und eure Nacht war. Achtet auf die Atmosphäre des Tages, das Wetter, was passiert ist und wie ihr euch dabei gefühlt habt. Schreibt alles auf, was ihr für wichtig erachtet und die euch besonders aufgefallen sind. Vielleicht ist es eine besondere Begegnung, die euch nicht mehr loslässt oder gab es eine Situation, die euch emotional besonders beschäftigt?

Das wohl Besondere an meiner zweiten Rauhnacht war das Wetter. Es war sehr wechselhaft: viel Wind, Sonne und Regen. Eine ungemütliche aber sogleich faszinierende Mischung, denn aus dem Zusammenspiel von Sonne und Regen entstehen Regebögen. Am heutigen Tag durfte ich gleich zwei sehen. Na wenn das mal kein Glück bringt. Kann man das so einfach sagen? Wofür steht der Regenbogen eigentlich? In der Kulturgeschichte lässt sich eigentlich überall das Symbol des Regensbogen finden, gespickt mit zahlreichen positiven Attributen. In den Religionen und der Mythologie gilt er als Mittler oder Brücke zwischen der Götter- und der Menschenwelt.
- Die Aborigines versehen in ihrer Schöpfungsgeschichte eine Regenbogenschlange als den Schöpfer der Welt und aller Lebewesen.
- Der Regenbogen ist der Verbindungsweg der griechischen Götter zwischen Himmel und Erde.
- Nach der irischen Mythologie hat der Leprechaun seinen Goldschatz am Ende des Regenbogens vergraben.
- In der Germanischen Mythologie war es die Brücke Bifröst, die Midgard, die Welt der Menschen, und Asgard, den Sitz der Götter, miteinander verband.
- Bei den Inkas vertrat der Regenbogen die Erhabenheit der Sonne.
- Im alten Testament (1. Buch Mose) ist der Regenbogen ein Zeichen des Bundes, den Gott mit Noah und den Menschen schloss. Der Regenbogen gilt als Zeichen des Friedens zwischen Menschen und Gott.
Diese Liste lässt sich noch lange weiterführen. Doch was bedeutet eigentlich der Regenbogen für mich nicht religiösen Menschen?



Ein Regenbogen strahlt eine besondere Harmonie aus und übt bis heute eine große Faszination auf uns Menschen aus. Er ist eine schöne und kurzweilige Ablenkung vom hektischen Treiben des Alltags und den negativen Strömen auf der Erde. Die Farben können as Begleiter des Lebens auf der Erde fungieren. Es ist daher nie verkehrt auch das eigene Leben farbig zu gestalten. Es dient der Heilung der Seele. Ein Regenbogen verkörpert viele Dinge des Herzens: die Vielfalt, die Schönheit, den Frieden und die Gemeinschaft, um nur einige Dinge zu nennen. Welce für euch dazu gehören, könnt nur ihr allein entscheiden. Auf jeden Fall dürfte ein Regenbogen sehr vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Eine Bedeutung bekommt das Wetterphänomen nur dann, wenn ihr ihm eine Bedeutung gebt. Für mich ist ein Regenbogen ein wundersames Schauspiel, welhes in mir einen gewissen inneren Frieden hervorruft. Und auch wenn dieser Frieden auch nur von kurzer Dauer ist, kann er durchaus Balsam für die eigene Seele sein.

Eure Anki