Montag, 21. März 2016

Kleine Auszeiten und Tagträumereien #02


Den Wünschen und Lebenszielen ein Bild verleihen

Im letzten Beitrag ging es ums Tagträumen. Jeder darf und sollte ein wenig tagträumen, um der aktuellen Realität zu entfliehen, seine Ziele nach und nach zu formen oder sich ein wenig zu entspannen. Es hilft ungemein und ihr fühlt euch nach so einen Ausflug in eure Gedankenwelt zuversichtlicher. In diesem Artikel lasse ich euch an meinen Tagträumen teilhaben. Ich stelle euch jene Dinge vor, die mich zum Träumen verleiten und meine Wünsche verstärken.Und wer weiß... Vielleicht schlummert auch in euch eine ähnliche Sehnsucht nach Ruhe, Entspannung und Zuflucht in der Natur.

Garten- und Landmagazine

In den letzten Jahren haben sich sowohl mein Bewusstsein als auch meine Einstellung zum Leben ein wenig gewandelt. Ursprünglich wollte ich Grafikdesigner werden und bin schließlich bei der Denkmalpflege gelandet. Bisher war ich ganz und gar Stadtkind und konnte mir auch nichts anderes vorstellen. Nun finde ich den Gedanken an ein Häuchen mit Garten im Umkreis einer Stadt ganz reizvoll. Mir wird immer bewusster was in meinen Fähigkeiten liegt und was ich für meine Zukunft möchte. Also habe ich Anfang diesen Jahres die Zeitschrift über das Kreative Schreiben abbestellt und das Landlust-Magazin abboniert. Ich hatte einfach das Gefühl, dass diese Art von Zeitschrift viel besser in meinen aktuellen Lebensstil passte. Zeitschriften über das Landleben sind momentan auf einem Erfolgskurs. Die Verkaufszahlen des Landlust-Magazines von 750.000 übertrifft sogar die des Spiegels. Ich habe mich gefragt, warum dies so ist und kam sehr schnell auf eine Antwort. Vielen anderen Menschen wird es ähnlich ergehen wie mir. Sie fühlen sich durch diese schnellebige, moderne und hektische Zeit überfordert. Oft hat man das Gefühl, dass man von seiner eigenen Leben überholt wird. Daher rührt der Wunsch einfach einen Gang herunter zu schalten. Den Ursprung ein wenig entgegen zu kommen, ist ein Wunsch vieler und ich finde es wichtig diesen nicht aus den Augen zu verlieren. In der Vergangenheit lebten die Menschen viel enger mit der Natur zusammen und waren von ihr abhängig. Dieser wichtige Punkt gerät heutzutage ein wenig in Vergessenheit, da oft mit der Natur einfach unbedacht und gedankenlos umgegangen wird, als besäßen wir sie. Dem ist aber nicht so.


 
Und wenn man, wie ich, in der Stadt wohnt, dann flüchtet man sich mit einer solchen Zeitschrift hinaus aufs Land. Alles relevanten Themen werden besprochen: Der Landgarten wird ebenso ausgiebig unter die Lupe genommen wie Rezepte, das Kunsthandwerk oder die Tierwelt. Alles wird untermalt mit charmanten und hochwertigen Fotos und ermöglicht einem so das Eintauchen in eine andere Welt. Eine Welt jenseits des Stadtgetümmels. Wer möchte nicht gerne an einem hübsch verzierten Kaffeetisch in einem sommerlichen Garten verweilen?
Auch aus der Reihe der Gartenmagazinen kann man sich bedienen, um ein wenig zu träumen, oder sich einfach ein paar Ideen für die eigene Ostertafel zu holen. Natürlich habe ich keinen Garten. Gerade das verleitet meine Phantasie jedoch dazu in die schlichten Papierseiten einzutauchen und einen Spaziergang durch einen, dort abgebildeten, Tulpengarten zu unternehmen. Auch wenn ich nur auf meiner Couch sitze, so fällt es mir nicht schwer, den imaginären Rasen unter meinen Füßen zu spüren und den Duft der Blumen zu genießen. Und ich glaube, wenn ich auf diese Weise in diese Welt eintauchen kann, dann ist es das Richtige für mich und ein lohnenswertes Lebensziel: Mein kleines Haus mit Garten, ein wenig Selbstversorgung, ein kleines Ensemble, welches mir als Rückzugsort dient und in dem auch Freunde und Familie Entspannung finden können.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Ich wünsche mir einen Garten und möchte selbst etwas anbauen und mich und meine Lieben damit versorgen. Das ist einfach gesagt und ich habe selbst noch nicht herausgefunden, ob ich einen richtigen grünen Daumen besitze (bei mir geht z.B. jeder Weihnachtsstern ein), also ist ein wenig Arbeit angesagt. Um meine Träume zu verwirklichen, muss ich auch ein wenig dafür tun. Dazu gehört natürlich auch sich fachlich mit der Materie auseinander zu setzen. Mittlerweile kann ich beinahe ein Dutzend Garten- und Balkonbücher mein Eigen nennen. Einige werden sich sicher fragen, warum ich nicht einfach im Internet nachschaue, wenn ich was nicht weiß. Ganz einfach: Ich liebe Bücher und habe sie gerne im Regal stehen. Außerdem finde ich es in der Zeit von E-Book und Internet nicht verkehert unser gespeichertes Wissen in den Büchern nicht außer Acht zu lassen. Es ist einfach eine Sache der Einstellung zu den jeweiligen Medien. Solche Bücher haben eine ähnliche Wirkung wie die Zeitschriften auf mich. Ich kann während meinen kleinen Tagträumereien schauen, was andere so machen, welche Ideen sie haben oder einfach nur etwas in einem Kräuterlexikon nachschlagen. Für mich ist es einfach eine Vorliebe in Büchern zu blättern und mein nächstes Projekt oder Rezeptideen zu entwickeln. (Einige werde ich hier auf dem Blog vorstellen.)

Trotz dieser Vorliebe bedeutet das nicht, dass ich das Internet nicht nutze um mir Ideen zu holen und Wissen anzueignen. Es gibt nämlich viele schöne Gartenblogs, auf denen Ideen vorgestellt oder Erfahrungen geteilt werden. Mich juckt es jedes Mal in den Fingern, wenn ich ein tolles Projekt oder ein tolles Rezept entdecke. Und indem ich es ebenfalls ausprobiere, erweitere ich mein Wissen für mein späteres Leben. Scheut euch also nicht davor, euch Rat bei anderen zu holen. Auch sie haben mal klein angefangen. :) Der Austausch mit anderen ist wichtig. Dabei ist es egal ob es sich um Familienmitglieder, Freunde oder eine fremde Person handelt, die euer Interesse teilt.

Mein kleiner Stadtgarten

Mein kleiner Stadtgarten misst gerade einmal sechs Quadratmeter, bietet für mich jedoch genug Möglichkeiten, um mich auszuprobieren. Er bietet genügend Platz für Kräuter, Blumen, eine kleine Sitzecke und sogar für einen kleinen Tannenbaum. Letztes Jahr ist zwischen meinem Pflücksalat sogar eine Tomatenpflanze gewachsen - einfach so, ich habe sie nicht ausgesät. Heute kann ich sagen, dass zwar kein Weihnachtsstern länger als eine Saison bei mir überlebt, aber Tomaten gut wachsen. Ich habe Freude daran meinen kleinen Garten zu entdecken, auszuprobieren und bin einfach nur zufrieden, wenn ich dort sitzen und die Sonne genießen kann. Er ermöglicht es mir die Natur in den fünften Stock des Plattenbaus zu holen. Auch wenn ich Zeit und auch Geld investieren muss, so versuche ich mich auf diese Art dem ländlichen Lebenstil und den alten Zeiten ein wenig näher zu kommen.



Bilder u.a. von Pixabay.com

Kommentare:

  1. Einmal wieder sehr schön, Anki!
    Ich glaube Weihnachtssterne sind einfach nicht für ein Leben im Zimmer gedacht und gehen aus Prostet ein. Meinen am Leben zu halten über den Winter war wirklich ein Kampf. Er steht jetzt draußen auf dem Balkon... aber ich glaube nicht, dass er sich noch einmal erholt.

    Was hast du denn dieses Jahr angepflanzt, oder was steht auf dem Plan?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich freue mich, dass es dir gefällt. :)
      Ja du hast recht. Weihnachtssterne sind etwas zickig.

      Mein Plan für das Balkonjahr bzw die Neuzugänge wären: Zuckererbsen, Zitronenthymian, Zitronenverbene, Tagetes, Monatserdbeeren, Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Radieschen und Pflücksalat. Und mal schauen was vom letzten Jahr wieder treibt. Wahrscheinlich der Lavendel und das Schleierkraut. Ich bin gespannt was sie entwickelt. Werde einiges wohl auf der Fensterbank vorziehen.

      Löschen