Sonntag, 1. Mai 2016

Auf den eigenen Körper und die Seele achten

In meinem allersersten Artikel habe ich dir von meinen ersten Meditationserfahrungen berichtet. HIER kannst deiner Erinnerung auf die Sprünge helfen.

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Nun ist ja einige Zeit vergangen und ich möchte dir berichten, wie es mir und meinem Wohlbefinden erging. Natürlich habe ich regemäßig meditiert. Als es im März so schön warm war, habe ich oft in der Sonne gesessen und den Vögeln gelauscht. Bei diesen Meditationen habe ich deutlich gespürt, dass mein Vitamin D Haushalt den Frühling sehr ersehnt hatte. Meine Stimmung hellte sich im wahrsten Sinne des Wortes mit den länger werdenden Tagen auf.
Trotzdem war ich noch nicht mit mir im Reinen. Einige Zeit lang hatte ich mit heftigen Muskel- und Nervenverspannungen zu kämpfen. Desweiteren stehe ich immer in irgendeiner Form unter Strom und von diesem fiesen unterbewusstem Stress, mag ich gar nicht wirklich reden. Zusätzlich leide ich unter lästigem Sodbrennen. So richtig half die Meditation nicht gegen die Verspannungen und gegen zu viel Magensäure sowieso nicht. Mein Arzt riet mir daraufhin zu Pilates oder Yoga und einer Ernährungsumstellung. Aha... Bisher hatte ich mich mit diesen Themen noch nicht so wirklich auseinandergesetzt. Ich wollte nicht so recht glauben, dass Yoga und Pilates einen wirklich dahingehend beeinflussen konnten, dass man wirklich im Reinen mit sich ist und zu sich findet. Ich muss auch erwähnen, dass mich gewisse Posen und Verbiegungen echt zum Schmunzeln brachten. Allerdings war mir solch eine Sportart und eine Ernährungsumstellung lieber, als irgendwelche Tabletten.
Also habe ich mir im Sportprogramm meiner Universität einen Kurs rausgesucht. Yoga für Frauen soll mein Einstieg in diese Thematik sein. Und was muss ich euch sagen ... Ich bin begeistert. Mein erster Eindruck ist wirklich sehr positiv und inspirierend. Die Übungen in dem Kurs sind auf den weiblichen Körper und Hormonhaushalt ausgerichtet. Jede Frau wird wissen, dass diese lästigen Hormone einen ganz schön auf den Keks gehen können. Überraschenderweise beginnt und endet jede Yogastunde mit Entspannungsübungen. Dazu begeben wir uns in die sogenannte Totenstellung (Savasana). Hierbei liegt man auf dem Rücken, Arme und Beine sind ca. 35° vom Körper abgespreizt, der Hals und der Rücken sind gestreckt. Ein Holkreuz darf trotzdem nicht entstehen. Man atmet ruhig ein und aus und schickt den Atem gedanklich durch Arme und Beine. Die Erwärmung der Hände und Beine hilft dabei sich selbst zu erden. Das schließt sich in gewisser Weise den Atemtechniken an, die ich in der Meditation gelernt habe. Das gefällt mir aber sehr gut, da die Gedanken so beschäftigt sind, dass sie nicht abdriften können. Und sollten sie doch einmal abdriften, kann man sie wie kleine Kinder zurecht weisen. "Jetzt nicht, später befasse ich mich mit euch." Aber auch das bedarf ein wenig Übung. Im Folgenden stelle ich dir ein paar Dinge vor, die ich aus den ersten Yogastunden mitgenommen habe.

OM - Als Rahmen der Yogastunde mit reinigender Wirkung für das Selbst

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Unsere Yogastunde beginnen wir immer mit ein paar tiefen Atemzügen und dem Om-Singen. Nur zwei bis dreimal hallt diese Silbe durch den Raum, bewirkt aber sehr viel.
Die Silbe Om setzt sich aus den Buchstaben A-U-M zusammen als Ausdruck von Trinität. Sie kann sowohl auf das Wach-, Schlaf- und Traumbewusstsein bezogen werden, als auch auf Geburt, Leben und Tod.
Om steht also für den Anfang und bringt durch die angenehme Schwingung die erste Entspannung. Das Om-Singen fördert die Harmonie zwischen Körper und Geist und soll den Geist beruhigen. Das Singen, bzw. die Rezitation von Om bringt den Körper in harmonische Schwingungen. Du kannst das selber leicht ausprobieren: Singe sehr langsam Om. Erst spürst du die Schwingung im Bauch, im Brustkorb, im Herzen und der unteren Wirbelsäule. Danach spürst du die Schwingung in der Kehle, in der mittleren und oberen Wirbelsäule. Dann spürst du den Klang in Stirn und Hinterkopf. Und schließlich fühlst du die Scheitelgegend und den Raum darüber.
Das Chanten von Om führt zu innerer Ruhe und verhilft zu Freude.

Wer ist der weise indische Gott Ganesha?

Neben der Einführung in die richtige Atnmung und die Entspannung steht ein wenig Kultur auf dem Tagesplan. Unsere Lehrerin erzählte und von Ganesha. Der Gott Ganesha mit dem Elefantenkopf soll Glück bringen und man täte gut daran sein Bild irgendwo im Haushalt zu haben. Er ist, so sagt die Legende, der Sohn von Shiva und Parvati und wird immer mit einem dicken Bauch und einem Elefantenkopf dargestellt. Sein Reittier ist eine Ratte, er trägt Schmuck und Lotusblumen, sein Blick ist klug und aufmerksam. In der indischen Mythologie ist Ganesha der Beseitiger von Hindernissen und der Beschützer von Wahrheit und Weisheit. Er bringt Erfolg im Leben.
Natürlich ranken sich viele Geschichten um die Entstehung Ganeshas. Folgende hat uns unsere Yogalehrerin erzählt:
Parvati formte ihn beim Baden aus dem Schmutz ihres Körpers und nahm ihn mit nach Hause. Als ihr Mann Shiva den angeblich fremden Jungen vor seinem Haus sah, war er so überrascht, dass er ihm aus Wut den Kopf abschlug. Parvati trauerte natürlich um ihren Sohn. Um sie zu trösten, schickte Shiva einen Trupp los, den Kopf eines schlafenden Wesens, das Richtung Norden lag, zu holen. Sie fanden einen Elefanten, dessen Kopf dann auf Ganeshas Körper befestigt wurde, so dass er sein Leben zurückgewann. Shiva ernannte ihn daraufhin zum Führer seiner Truppe und verlieh ihm die Gabe, dass die Menschen ihn bei all ihren großen Taten anbeten und verehren.

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Aber was hat Ganesha mit Yoga zu tun?

Ganesha liebte Süßspeisen, war ein guter Tänzer und ein Yoga-Profi. Durch seine Fülle hatte er allerings Schwierigkeiten, die Balance zwischen den beiden Dingen zu halten und Verzicht zu üben.
"Als ihm zur Verehrung wieder eine Menge süße Sachen gebracht wurden, aß er sie an Ort und Stelle komplett auf. Erst zu später Stunde machte er sich mit seinem Reittier auf den Nachhauseweg. Nach einer Weile wurde seine Ratte plötzlich von einer Schlange erschreckt, Ganesha verlor die Balance, fiel hin und alle Süßigkeiten fielen aus seinem übervollen, aufspringenden Bauch auf die Straße. Schnell steckte er sie wieder zurück und band sich mit der Schlange den Bauch zu. Niemand hatte ihn gesehen – außer der Mond, der so laut darüber lachen musste, dass Ganesha wütend wurde und ihn dazu verfluchte, sich nie wieder am Himmel blicken zu lassen. Chandra bat ihn um Verzeihung und Ganesha schwächte seinen Fluch ab – zum einen war er zu gutmütig und es war so auch einfach zu dunkel in der Nacht: Der Mond durfte von nun an an einem Tag pro Zyklus in voller Größe strahlen, dann langsam abnehmen und anschließend wieder langsam zunehmen.
Was Ganesha erleben musste, wird uns auch beim Yoga klar: Alle Energie und alles in der Welt besitzt zwei Hälften, die voneinander abhängen und sich im Gleichgewicht halten. Ohne Mond geht die Balance von Tag und Nacht verloren, es gibt kein Licht in der Nacht, das Energie und Sanftmut spendet."
(Quelle:: http://www.asanayoga.de/)

Auf der Suche nach innerer Balance

Es ist schwer sich auf etwas Neues einzulassen und dank Ganesha erfahren wir, dass es nicht einfach ist seine Balance zu finden und auch zu halten. Ich stehe auch noch am Anfang meiner Suche nach innerer Balance. Jedoch könnte Yoga in Kombination mit Entspannung und Mediation die Lösung sein. Ich bin gespannt, wie es sich auf meinen Körper und meine Seele auswirkt. Irgendwie fällt es mir schwerer meine Ernährung umzustellen, herauszufinden, was mir tut gut und was nicht. Auf Dinge zu verzichten, die mich täglich begleiten, ist nicht so einfach. Darüber erzähle ich dir aber beim nächsten Mal.


www.funelf.net


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